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Gratis arbeiten? Ich bin doch nicht blöd (oder doch?)

Fotografie ist für mich Kunst, Punkt. Viele sehen das anders aber jeder und ich meine wirklich jeder Fotograf lässt in seine Bilder seine Kreativität und seinen Stil einfließen. Die Künstlerkasse erkennt 99% von uns zwar nicht an aber ich bleibe bei meiner Meinung, Fotografen sind Künstler. 

Und was wissen wir über Künstler? Richtig, Sie haben kein Geld 😂. Nein ganz so schlimm ist es natürlich nicht aber es ist schon echt nicht einfach an Aufträge zu kommen und somit seinen Geldbeutel zu füllen. Gerade in den ersten 2-3 Jahren lebt man mehr oder weniger von der Hand in den Mund. Viele Arbeiten bringen theoretisch gesehen überhaupt kein Geld, bzw. lässt sich der Arbeitsaufwand nicht rechtfertigen. 

Und mit diesem Wissen soll man nun auch noch gratis Shootings anbieten? Ja soll man.

Und dafür gibt es gleich ein ganzes Füllhorn an gründen.

 

Ersten: Wie Ich oben bereits gesagt habe ist die Fotografie Kunst und für Kunst muss man Kreativ sein. Wenn man nun sein vierzigstes Familien Shooting absolviert hat, den genauen Ablauf im Kopf hat, sämtliche Posen einstudiert und die Deko nicht mehr sehen kann dann verschwindet die Kreativität genauso wie die Lust. Um das zu vermeiden bleibt bloß eine Möglichkeit, mach das worauf du Bock hast.

Setz dich Freitag Abend nach Ladenschluss hin und überlege was für ein Bild du schon immer mal machen wolltest. Welche Idee schwebt dir seit langem durch den Kopf und wie kannst du Sie umsetzen. Du hast keine Idee? Umso besser, überlege dir etwas. Such im Internet nach Bilder die dir gefallen und überlege wie du diese noch verbessern kannst. Das hält den Geist und Kopf fit und du wirst deine Kreativität auch nach Jahren nicht verlieren.  

Zweitens: Das Portfolio. Oh dieses verhasste Portfolio. Gerade Anfänger hassen dieses Wort.

Du brauchst Aufträge hast aber kein Portfolio?

Du musst dein Portfolio erweitern, hast aber keine Aufträge?

 

Macht euch keinen Kopf, das Problem hat am Anfang jeder. Und hier gibt es nichts besseres als TFP Shootings. Kurz erklärt, TFP bedeutet Time for Picture. Das Model bekommt also eure Bilder und Ihr dafür Ihre oder Seine Zeit. 

 

Sucht euch einfach ein Model, über Facebook, Modelboxen etc und macht ein Shooting. So bekommt Ihr super Bilder für euer Profolio. 

Und zu guter Letzt: Spaß und Erfahrung. 

Für mich ist das ein Punkt da Erfahrung für mich auch gleich Spaß bedeutet. Ich werde gerne besser in dem was ich gerne tue und bilde mich gerne fort. 

Ich weiß nicht wie es mit euch aussieht aber ich liebe die Fotografie, die Menschen, die Reaktionen auf meine Bilder. 

Und darum geht es, so gerne ich Hochzeiten begleite (und das tue ich wirklich überaus gerne) oder auch Familienshootings, nichts geht darum sich selbst etwas auszudenken oder Inspiration zu sammeln und diese nach Tagen der Arbeit vor sich zu sehen, exakt so oder besser als man es sich vorgestellt hat. 

Das geht bei der Vorbereitung los, geht über das suchen des Models, dem Kennenlernen, dem Shooting und ganz besonders dem Nachbearbeiten. 

Ich durfte über TFP Shootings wirklich schon viele tolle Menschen kennen lernen, habe Aufträge durch meine dort entstandenen Bilder bekommen und habe viel gelernt.

 

Abschließen sei also gesagt: Freie Arbeiten mögen vieles sein, zeitfressend, anstrengend, kompliziert, teils teuer, Kopfschmerz bereitend, eventuell auch ein Reinfall aber eines sind Sie sicher nicht...Umsonst.

 

Wie seht Ihr das? Lasst mich eure Meinung wissen.

 

Gruß Alex

Momente vergehen, Erinnerungen bleiben

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